szmmctag

  • XP abschließend beurteilt

    So, mittlerweile ist die letzte Flasche vom Younger XP-Nachbrau meine Kehle hinuntergeflossen. Zu meinem Bedauern, da das Bier sehr lecker war. Bei der Verkostung neulich habe ich es viel zu kalt serviert. Aber Kellerkühl getrunken, zeigt es seinen ganzen Charakter gezeigt. Es ist ein vollmundiges Bier, ohne süsslich zu sein, mit vielfältigen Aromen vom Saazer Hopfen und der Alehefe: blumig, leicht grasig und fruchtig. Erfrischend und lecker! Wird sicher mal wieder gebraut, zumal es wirklich einfach ist.

  • Und in der Zwischenzeit?

    Lange nichts mehr geschrieben hier. Es fehlt die Zeit. Zwischenzeitlich ist das XP und das "Special Relationship" fast ausgetrunken. Gestern habe ich beide zur Verkostung in die Braustelle mitgebracht. Das einfache mit dem Saazer verliert schon an Intensität und hat, wohl auch wegen der ausgesprochen geringen Rezens, nicht gerade für Furore gesorgt. Vor 2-3 Wochen hat es mir aber richtig gut geschmeckt. Der Saazer bringt eine wundervolle Frische ins Bier und Kamilleblütenaroma. Die letzte Flasche wird wohl in den nächsten Tagen dran glauben. Das Special Relationship mit Amarillo hingegen kam, vor allem bei den Frauen, sehr gut an. Es ist exotisch-fruchtig, schlank und ordentlich herb, ohne übertrieben bitter zu sein; leider fast aus und Amarillo ist derzeit in Deutschland nicht zu kriegen. Vlt. brau ich im Herbst nochmal sowas in der Art, wenn die neue Ernte auf dem Markt ist.

    Ende März wurde auch wieder gebraut. Diesmal ein Younger No. 3 Export , ein starkes Pale Ale (> 18°Plato), ebenfalls nach einem alten schottischen Rezept aus dem Blog von Ron Pattinson. Denn Sud habe ich wieder geteilt und knapp 10l mit Spalt Spalter Aroma gehopft. Die Flaschengärung ist jetzt durch und die normale Version mit Saazer hab ich schon probiert. Schmeckt aber noch nicht, sehr zuckrig (Restextrakt 6°Plato) und sehr bitter (> 100 IBU). Das braucht mindestens noch ein paar Wochen Reifezeit.

  • "Special Relationship" als Jungbier probiert

    Heute war dann die Jungbierprobe von der mit Amarillo gehopften Variante "Special Relationship" dran. Hier ein völlig anderes Bild: Die Hopfenaromen überdecken die Hefenoten in Geruch und Geschmack. Zitrusfruchig ist es, v.a. orangig. Im Nachgeschmack machen sich dann doch noch Gärungsaromen breit und geben Anlaß fürs Kaltlager.

  • XP Jungbierprobe

    Zwischenzeitlich habe ich den Sud abgefüllt und die Flaschengärung dürfte jetzt durch sein. Um meine Neugierde zu dämpfen habe ich gerade mal von der regulären Version vom Younger XP probiert. Das Ale ist sortentypisch von geringer Rezenz. Die Hefe (Nottingham) ist in Anbetracht der Jugend des Bieres in geschmacklicher Hinsicht erstaunlich neutral und hat auch schon begonnen, sich am Boden festzusetzen. Der Geruch ist noch von Gäraromen belegt. Der Geschmack ist streng mit viel Hopfenherbe hintenraus. Der Saazer kommt schon etwas raus. Aber das darf noch runder werden. Ab in den Keller damit!

  • Mit dem großen Pott das Younger XP gebraut

    So, der große Pott hat seinen Jungfernsud gehabt. Mit der ebenfalls neuen Induktionskochplatte habe ich diese Younger XP anno 1868 nachgebraut. Insgesamt sind es knapp 40 liter Würze geworden. Allerdings habe ich ca. 10 Liter vor der Aromagabe rausgenommen und seperat mit eine Menge Amarillo gehopft. Das Erhitzen der größeren Flüssigkeitsvolumina und das Läutern braucht seine Zeit. Jetzt gärt alles und ich beginne mich schon mal auf das Flaschenspülen und Abfüllen mental vorzubereiten.

  • Big Pott

    grosser_pot

    Neuerdings besitze ich einen großen Topf mit 50l Volumen. Damit kann die Simple Brauerei jetzt einen vernünftigen Ausstoß erreichen. Bald soll Big Pott mit einem Jungfernsud eingeweiht werden. Gebraut werden soll ein IPA mit Saazer Hopfen in Anlehnung an ein schottisches Rezept von 1868.

  • 1. Klasse = Luxus

    Heute dann mal vom Orient-Express 1.Klasse gekostet. Und es ist auch noch ein wenig zu jung. Aber sehr, sehr vielversprechend! Es hat mich jetzt schon sehr an das Fuller's 1845 Celebration Ale erinnert, ein Bier, dass ich sehr gerne mag. Und eine kräuterig-grasige Note vom deutschen Aromahopfen fügt sich da gut ein. Jetzt muss sich bei weiterer Reife nur noch die Hefe richtig absetzten und die Hopfenherbe etwas mildern und dann habe ich ein richtig leckeres Strong Ale.

  • Und wieder die Reife geprüft

    Bei normaler Wohnungsbeleuchtung ist Bier mit einer einfachen Kamera nicht leicht zu fotographieren. Und im Winter tinke ich bei Tageslicht selten Bier. Immerhin zeigt das Foto, dass das "Orient-Express - 2. Klasse" noch recht trüb ist. Weitere Reife wird hier noch Klärung bringen. Auch die Geschmacksprobe spricht für geduldiges Weiterwarten. Zwar ist der Geruch schon recht angenehm mit blumigen und fruchtigen Hopfennoten auf einem hefigem Fundament. Doch beim Trinken zeigt es sich nach hopfigem Beginn noch ziemlich hefig und etwas zu bitter im Nachtrunk. Vor allem bei zunehmender Temperatur blitzen aber schon ale-ige Fülle und auch etwas malzige Würze auf. Das wird in ein paar Wochen schon noch ein aromatisches Bierchen, hoffe ich.

  • Die 2. Klasse schon mal probiert

    Mal "Orient-Express - 2. Klasse" probiert. Das braucht noch Zeit. Es ist noch ziemlich trüb. Dafür riecht es schon ganz gut mit einem Hauch von schwarzer Johannisbeere, der wohl vom East Kent Golding-Hopfen kommt. Im Antrunk ist's auch schon passabel. Die Hefe ist noch dominant, aber für 10°Plato ist es recht vollmundig. Allerdings bleibt im Nachtrunk eine penetrante Bittere hängen, die sich noch etwas abmildern muss. Vielversprechend, wird im neuen Jahr wieder probiert.

  • "Deutsch-amerikanische Freundschaft" verkostet

    So die "Deutsch-amerikanische Freundschaft" wird für trinkreif erklärt und degustiert. Das Bier ergießt sich mit einer deutlichen Trübung ins Glas und bildet einen dichten und festen Schaum. Es riecht vor allem exotisch-fruchtig; Assoziationen von Maracuja, Orangenschale, etwas Grapefruit, hinterlegt mit den floralen Noten der deutschen Nobelhopfen und einem Hauch von Malzbonbon. Weich im Antrunk, dann entwickelt sich ein aromatischer Hopfensturm, der mit der Zeit eine kräftige Bitter aufbaut. Diese knarzt zu keiner Zeit. Die rund 6% vol. sind nicht zu erahnen. Im Ausklang können sich auch malzige und hefige Töne in den Vordergrund schieben. Doch die vielfältigen Hopfenaromen bestimmen letztendlich das Bild. Insgesamt bin ich mit diesem Versuch hochzufrieden. Doch ich hätte erwartet, dass die deutschen Nobelhopfen sich gegenüber der nordamerikanischen Aromabombe (Amarillo) besser behaupten können. Beim nächsten Versuch werde ich daher an den Hopfenmengenverhältnissen drehen.

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